Mittwoch, 30. Juli 2014

Cassis und Freesia

heißen meine beiden neuen Creationen.

Für "Freesia" habe ich einen Duft verwendet den ich schon häufiger eingesetzt habe, und der immer wieder begeisterte Abnehmer findet.
Auch die Rezeptur mit Babassuöl, Sesamöl und Mangobutter ist eine "sichere Bank" für eine pflegende, feste und cremig schäumende Seife.
Für das Muster habe ich versucht, die zarte Ausstrahlung von Freesien-Blüten einzufangen und bin mit dem Ergebnis sehr glücklich - nur beim Fotogafieren hat sich die Hübsche als sehr unwillig gezeigt, keine Ahnung warum.

Hier also die nicht ganz so schönen Bilder:

Freesia




"Cassis" ist ein Duftexperiment.
Vor einigen Jahren - ganz zu Anfang meiner Seifen-Leidenschaft - habe ich mal einen Beerenduft verseift, der phantastisch nach dunklen Waldbeeren mit einem Unterton von Quark und Vanille duftete.

Bei Freunden und Familie löste dieser Duft absolute Begeisterung aus - obwohl die Optik der Seife damals doch sehr zu wünschen ließ ;-).
Das Parfüm-Öl färbte dunkelbraun, und meine damalige Bemühung mit einem Teil unbeduftetem Seifenleim trotzdem eine Marmorierung zu erreichen, wurde von der Eigenschaft des Duftes beim Reifeprozess auch durch die "duftlosen" Schichten zu kriechen, zunichte gemacht.

Trotzdem war die Seife ein Renner, und bis heute bekomme ich immer mal wieder Nachfragen nach dieser Seife.

Zusätzlich zur verfärbenden Eigenschaft des Parfümöls kommt allerdings noch seine amerikanische Herkunft.
In Deutschland (bzw. der EU) gibt es reichlich Vorschriften, die man als gewerblicher Seifen-Sieder zu beachten hat, unter Anderem benötigt man für jeden verwendeten Rohstoff ein "Sicherheits-Datenblatt".
Bei Rohstoffen aus "Nicht-EU-Ländern" ist es teilweise nicht möglich für diese ein Datenblatt zu bekommen, da die Bestimmungen in diesen Ländern z.T. völlig anders aussehen.

Ich bin schon vor längerer Zeit dazu übergegangen, auch für "private" Seifen nur EU zugelassene Zutaten zu verwenden, also kam besagtes Parfümöl für mich nicht mehr in Frage.
Außerdem mag ich keine dunkelbraune Beeren-Seife herstellen, ich finde, dass das optisch einfach nicht schön ist.

Also habe ich mich ans Mischen verschiedener Düfte gegeben - und nach einigen Fehlschlägen tatsächlich einen Duft "gebaut" der dem Original seeehr nah kommt, nicht verfärbt und frei von deklarierungspflichtigen Allergenen ist  *freu*.
Der einzige (kleine) Nachteil ist, dass diese Mischung den Seifenleim ziemlich schnell andicken lässt und somit sehr filigrane Marmorierungen schwierig macht - aber darauf kann ich mich einstellen.

So, das ist jetzt eine Menge Text für ein Seifchen - wer bis hierhin durchgehalten hat, darf jetzt zur Belohnung meinen ersten Versuch mit meiner Waldbeeren-Mischung bewundern :-))

Da ist noch Platz nach oben, aber ich bin schonmal sehr zufrieden...

Cassis







Kommentare:

  1. Hallo,

    ich finde die Cassis-Seife ist dir super gelungen. Das Muster ist schöne und die zwei gewellten Ränder sind mal was ganz anderes. Die hast du bestimmt mit so einem Wellenschnittmesser gemacht, oder?

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Danke für´s Kompliment...und ja, hier kam der Wellenschneider zum Einsatz...

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